Passives PoE: Die unsichtbare Gefahr für Ihre Netzwerkgeräte
Nicht überall, wo PoE draufsteht, steckt der Standard drin. Der Unterschied zwischen aktivem und passivem PoE entscheidet darüber, ob ein Gerät läuft — oder stirbt.
Aktiv: erst fragen, dann Strom
Standard-PoE nach IEEE 802.3af/at/bt handelt die Versorgung aus: Der Switch prüft elektrisch, ob am anderen Ende ein PoE-fähiges Gerät hängt und wie viel Leistung es verlangt. Erst dann fließt Strom. Ein normales Notebook am selben Port bleibt ungefährdet — es bekommt schlicht keine Spannung.
Passiv: Strom ohne Rückfrage
Passives PoE legt die Spannung dauerhaft auf die Leitung — typisch 24 V bei älteren Ubiquiti-airMAX- und Mikrotik-Geräten. Das ist günstig und funktioniert, solange ausschließlich das passende Gegenstück angeschlossen wird. Landet aber ein Standard-Gerät, eine Kamera oder eine Netzwerkkarte an so einem Port, liegt die Spannung ungefragt an Pins, die dafür nie gedacht waren. Im besten Fall bleibt es beim Schrecken, im schlechtesten stirbt der Ethernet-Port.
Die Praxisregeln
- Injektoren immer nach dem Endgerät kaufen: Standard-Gerät → 802.3af/at/bt-Injektor, airMAX & Co. → der mitgelieferte 24-V-Injektor, niemals umgekehrt.
- Passive Injektoren beschriften und nie „auf Verdacht" umstecken.
- Im Zweifel Gigabit-Kompatibilität prüfen: billige passive Injektoren schleifen nur vier Adern durch und drosseln auf 100 Mbit/s.
Unser Sortiment nennt bei jedem Injektor und Switch den unterstützten Standard — genau aus diesem Grund.